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Webradio – Das Radio der Zukunft


Das Abspielen und Hören von Webradio (Internetradio) im WorldWideWeb etabliert sich immer mehr. Was anfangs noch sehr belächelt und als nicht konkurrenzfähig bezeichnet wurde, findet immer mehr Anklang. Das Internetradio kommt langsam aus den Kinderschuhen und entwickelt sich als ernstzunehmender Anbieter im nationalen sowie im internationalen Radio-Sektor. Internetradio wird von allen Altersklassen genutzt und es werden fast alle Musiksparten weltweit im Netz gestreamt. Ein Webradio oder Internetradio ist eigentlich ein Caster, der ein vorproduziertes Sende-Programm über das WorldWideWeb streamt.

Das heisst, es gibt keine aufwendigen Sendeanlagen, UKW-Fequenzen oder etwa spezielle Sendehäuser. Dahinter steckt meist ein Streamer, der mit seinem PC ein moderiertes Musikprogramm an den Streamserver per Sendemodul (SHOUTcast) überträgt. Es gibt inzwischen ca. 2000 solcher Radiostreamer in ganz Deutschland. Jeder darf und kann streamen. Ein Internetradio besteht aus einer Homepage und einem Livestream. Die Hompage ist vorwiegend als Informationsseite mit oder ohne Community anzusehen. Das eigentliche Internetradio läuft über einen Streamserver oder ein P2P Netzwerk.

Die Kontaktierung zum Streamserver (Radio Einschalten) geschieht über einen Streamlink oder über einen seiteninternen Player. Per Mausklick auf diesen Link kontaktiert man den Streamserver und bekommt automatisch einen Hörerplatz zugewiesen. Die meisen Internetradios senden über das Shoutcastserver-Modul von Winamp. Die Hörerplätze sind meist nur begrenzt verfügbar. Grund für die Begrenzung sind die Pflichtgebühren der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) & GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH). Musikstreams mit oder ohne Moderation unterliegen also in der Veröffentlichung der Vertragspflicht dieser beiden Gesellschaften. Viele privaten Internetradio-Anbieter senden aus Kostengründen gerade mal für 50-100 mögliche Hörer (Slots). Je nach Tarif und Vertrag gibt es also eine deutliche Steigerung der Hörerplätze, in der Regel im Durchschnitt ca. 1000–5000 Zuhörerplätze gleichzeitig.

Rechtliche Grundlagen & Verpflichtungen
Für das streamen von Musik in Form von CD oder mp3 in das Web müssen folglich spezielle Gebühren für die Musikrechte an die zuständigen Gesellschaften gezahlt werden. In Deutschland sind hierfür wiederum Gebühren angesetzt, die bereits im vergangenen Jahr durch die GVL deutlich erhöht wurden. Die GVL nimmt (bis auf wenige Ausnahmen) lediglich die Vergütungsansprüche für so genannte Zweitverwertungen von Leistungsschutzrechten (z.B. Sendung von Handelstonträgern, öffentliche Wiedergabe von Handelstonträgern oder Fernsehsendungen) wahr.

Daher entstehen Vergütungsansprüche nur dann, wenn eine zweitverwertungsrelevante Mediennutzung der leistungsschutzrechtlich geschützten Tätigkeiten stattfindet. Eine solche besteht z.B. in der Mitwirkung bei der Aufnahme von Handelstonträgern, bei der Produktion von Rundfunksendungen oder Mitschnitten von Live-Auftritten zur Sendung im Rundfunk. Es geht also um die Sendung von Handelstonträgern, also das Recht Musik von einer gekauften CD öffentlich zu senden.


Als staatlich anerkannte Treuhänderin verwaltet die GEMA Nutzungsrechte der Musikschaffenden. Die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft. Sie hat die Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins. Ihre Arbeit unterliegt der Aufsicht und Kontrolle durch das Deutsche Patentamt, das Bundeskartellamt, den Berliner Justiz-Senator und die Mitgliederversammlung der GEMA.


In der täglichen Praxis hat die GEMA die Hauptaufgabe, die Musiknutzung unkompliziert zu erwerben. Anschließend verwaltet die GEMA entsprechende Lizenzbeiträge der Komponisten, Textdichter und Musikverleger Es geht also um die Lizenzbeiträge der einzelnen Gruppen und Bands und Geld was Ihnen zu gute kommt. Ab dem 01.Januar 2007 erfolgt die Wahrnehmug von Nutzungsrechten im Onlinebereich. Daher nimmt die GEMA ein monatliches pauschales Entgelt als Urheberrechtsabgabe.

Internetradio & Player zum Hören von Livestreams
Zum Empfang von Radio- und Fernsehstationen übers Internet benötigt man kostenlose Software, die aus dem Internet runtergeladen werden kann. Um ein Webradio zu hören, benötigt man einen streamtauglichen Player. Dabei haben sich 3 verschiedene Player durchgesetzt. Realplayer, Mediaplayer und Winamp. Diese Player sind alle als Freeware (also kostenfrei) erhältlich. Als Windowsbenutzer in der Version XP sollte bereits der Mediaplayer vorhanden sein und damit kann man Mediaplayerstreams im Format *.asx hören. Es gibt verschiedene Streamformate, die nur der jeweilige Player abspielen kann.

Streamformat 1: *.pls & *.ram
Der RealPlayer ermöglicht die Wiedergabe dieser Medienformate. Den Realplayer kann man in der Version kostenfrei beim Hersteller (real.com) herunterladen und es gibt auch kostenpflichtige Versionen. Wohl um die Aufmerksamkeit mehr auf die kostenpflichtigen Versionen zu lenken, ist der Download-Link zum kostenlosen Player recht schwer zu finden und wechselt häufig.

Der Hersteller versucht natürlich auch die kostenpflichtige Version anzubieten, die aber zum Hören von Webradios keinen weiteren Vorteil bietet. Um sich das lange Suchen zu ersparen, hier der direkte Link zur kostenfreien Version (Realplayer Free). Übrigens ist das Streamformat *.pls das meist verbreitete Streamformat für Webradios. Es gibt auch einen Pluginplayer der direkt in die Hompage eingebaut werden kann. Damit startet der Stream automatisch, wenn man die Webseite aufruft.

Streamformat 2: *.m3u & *.pls

*.m3u & *.pls-Formate werden vom Winamp-Player wiedergegeben. Winamp ist der beliebteste und am weitesten verbreitete mp3 Player. Mit Winamp können mp3- / Shoutcast- und OGG Audio Streams wiedergegeben werden. Dieser Player überzeugt durch seine Technik. Mit seinen vielen Plugins ist es möglich Streams zu senden oder die Funktionen des Players zu erweitern. Er ist kostenfrei unter winamp.com erhältlich.

Streamformat 3: *.asx & *.wmx

Der Windows Media Player ist normalerweise auf jedem Windows-Rechner installiert. Wie auch auf vielen anderen Gebieten möchte auch Microsoft das Abspielen von Streams ermöglichen. Allerdings bieten nur einige Webradios diese Streamformate zum Hören an. Wer noch nicht die aktuelle Version (10) hat, kann diese hier herunter laden.

Quicktime

Einige wenigen Internetradios senden in Quicktime. Download unter: http://apple.com/de/quicktime/download/


phonostar-Player

Der phonostar-Player ist eine übersichtliche und leicht zu installierende PC-Software zum Anhören von Radioprogrammen im Internet. Mit dem phonostar-Player können Audio-Streams im RealAudio-, Windows Media- und mp3-Format abgespielt werden. Die phonostar-Datenbank umfasst zur Zeit weltweit über 2000 Webradio-Programme.
Der phonostar-Player ist ebenfalls kostenlos zum Download angeboten:
http://www.phonostar.de

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JUNIMOND am 16 Mai 2009 im Elbauenpark Magdeburg

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